Familienvielfalt
Mit Regenbogenfamilien meinen wir Familien, in denen mindestens ein Elternteil lesbisch, schwul, bisexuell, trans*- bzw. inter*geschlechtlich ist und Eltern queerer Kinder. Das umfasst auch queere Personen, die in Poly-Beziehungen leben. Queere Familienkonstellationen sind vielfältig. Auch wenn die Akzeptenz zumindest in Teilen der Gesellschaft zunimmt, werden Regenbogenfamilien immer noch rechtlich und gesellschaftliche ungleich behandelt. Das bringt neben den alltäglichen Herausforderungen eines Familienlebens oft besondere Belastungen mit sich. Wie geht man mit dem Coming-Out den Kindern gegenüber um? Wie mit den (Ehe-)Partnern und Partnerinnen? Wie kann ein homosexuell orientiertes Paar seinen Kinderwunsch realisieren? Wie kann man sein lesbisches, schwules, bisexuelles, trans- bzw. intergeschlechtliches Kind unterstützen? So vielfältig wie Regengogenfamilien sind, sind auch mögliche Beratungsanliegen:
Kinderwunsch
Es erfordert oft einen langen Auseinandersetzungsprozess, einen geeigneten Plan und viel Zeit, bis eine Regenbogenfamilie entstehen kann und abgesichert
ist. Ob allein, zu zweit oder für Mehreltern-Konstellationen: Wir unterstützen bei der Klärung von Fragen und bieten Orientierungshilfe auf dem Weg zur Familiengründung und im Familienalltag. Wir informieren und beraten LSBTIQ bei der Familienplanung. Die Themen und Fragen können u.a. sein:
- Stärkung der Selbstkompetenz und Handlungssicherheit im Umgang mit sexueller/geschlechtlicher Vielfalt und im Kontakt mit Regenbogenfamilien
- Welche Familienform passt zu mir/uns?
- Wege zur Verwirklichung des Kinderwunsches: Adoption, Übernahme einer Pflegschaft, Samenspende
- Rollen- und Aufgabenklärung aller Beteiligten
- Fragen zur rechtlichen Anerkennung und Absicherung von Kindern und Elternteilen in Regenbogenfamilien,Elterngeld u.a.
Eltern, Bezugspersonen und Kinder
- Soziale, biologische und rechtliche Elternschaft: Individuelle Rollenfindung
- Herausforderungen und Chancen von Mehrelternschaft
- Konflikte in der Familie und/oder im sozialen Umfeld
- Umgang mit Diskriminierungserfahrungen
- Kontakt zu anderen Regenbogenfamilien
- Fragen zu Sorge- und Umgangsrecht
- Neugründung von (Patchwork-)Familien
