Unser Beratungsangebot
Dass es uns als Beratungsstelle für queere Menschen in Osnabrück überhaupt gibt, verdanken wir nicht zuletzt der Initiative von queeren Jugendlichen aus der Stadt, die sich ans Jugendamt gewandt haben, weil es niemanden gab, an den sie sich mit ihren Fragen und Problemen wenden konnte. Die Kommunalpolitik hat gehandelt, und jetzt sind wir da – und für Euch ansprechbar.
Einer Minderheit anzugehören ist nicht immer leicht. Das gilt auch und gerade für junge Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und inter* Personen und alle anderen Queers. Es kann verwirrend sein, sich klar zu werden, was ich eigentlich will und wie ich mich und mein Selbsterleben bezeichne. Da fühle ich mich unter Umständen ganz schön alleine mit. Und oft kommen noch Unverständnis und Ablehnung z.B. in der Familie an der Schule oder bei der Ausbildung dazu. Wenn Du für Dich selbst feststellst, dass Du queer bist, hast Du vielleicht ganz viele Fragen. „Wie gestalte ich mein Coming Out? – Warum sollte ich mich überhaupt outen?“, „Wie finde ich Partner*innen?“, „Wie kann ich meinen Vornamen und meinen Geschlechtseintrag ändern lassen?“ könnten einige davon sein. Vielleicht hast Du auch in einigen Bereichen schon Erfahrungen gesammelt und möchtest darüber reden, wie sie gelaufen sind.
Wir haben ein offenes Ohr für Dich. Du kannst Dich mit Deinen Fragen und Anliegen an die Queere Beratungsstelle Osnabrück wenden. Bei uns beraten Menschen, die eine berufliche Ausbildung als Berater_innen haben und selber queer sind. das nennen wir „professionelle Peer-Beratung“. Wir möchten Dich auch ermuntern Dich an uns zu wenden, wenn es Dir nicht gut geht. Wenn du das Gefühl hast, dass alles mies läuft. Wir versuchen gemeinsam mit Dir Lösungen zu finden.
Eltern, Angehörige und Fachkräfte
Sie gehen davon aus, dass Sie eine Tochter haben, aber Ihr Kind hat Ihnen vor kurzer Zeit mitgeteilt, dass es sich selber als Junge sieht und als Junge leben möchte. Deine Schwester hat sich bei Dir als lesbisch geoutet? Sie arbeiten in einer Jugendwohngruppe, in der sich jemand geoutet hat.
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist in den letzten Jahren breit diskutiert worden und die gesellschaftliche Akzeptanz nimmt zumindest in Teilen der Gesellschaft zu. Dennoch ist es für Angehörige nicht immer leicht, wenn sich beispielsweise ein Familienmitglied outet. Sie fragen sich vielleicht, ob Ihr Kind es aufgrund der sexuellen Orientierung schwer haben wird, in der Schule Opfer von Mobbing werden kann oder später einen Job findet. Unser Team hat Erfahrung darin, insbesondere Eltern und andere Angehörige von queeren Jugendlichen und Fachkräfte z.B. aus der sozialen Arbeit zu beraten.
